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LOGOPÄDISCHE THERAPIE BEI KINDERN

  • Arbeit mit ehemaligen Frühgeborenen

  • Arbeit mit mehrfachbehinderten, nichtsprechenden Kindern: Training der Unterstützten Kommunikation

  • Behandlung von Lese-Rechtschreib-Störungen im Rahmen eines logopädischen Störungsbildes wie Sprachentwicklungsstörung, auditive Wahrnehmungsstörung

  • Behandlung von phonologischen Störungen

  • Behandlung von Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen

  • Behandlung von selektivem Mutismus

  • Behandlung von myofunktionellen Störungen

  • Behandlung von Redeflussstörungen

  • Diagnostik und Therapie früher Spracherwerbsstörungen: Abklärungen ab einem Entwicklungsalter von 12 bis 15 Monaten

  • Diagnostik und Therapie bei Störungen der Mundmotorik im Rahmen einer Körperbehinderung oder eines Syndroms (Orofaciale Regulationstherapie von Castillo-Morales)

  • Intervalltherapie bei kleinen Kindern mit Spracherwerbsproblemen

  • Therapie von Kleinkindern mit Down-Syndrom oder Spaltbildung ab Neugeborenenalter

Castillo Morales-Konzept Das Konzept, bestehend aus der „Neurologischen Entwicklungstherapie“ und der „Orofazialen Regulationstherapie“, wurde von Dr. Castillo Morales in Argentinien entwickelt. Unter „neuromotorischer Entwicklungstherapie“ wird ein Behandlungskonzept für hypotone Kinder verstanden, wie z. B. Trisomie 21. Über bestimmte Stimulationen des Körpers werden zusammengehörende Muskelketten aktiviert, die Aufrichtung gegen die Schwerkraft, Stützfunktion, Gleichgewichtsverlagerungen und das Gleichgewicht verbessert und funktionelle Bewegungsabläufe stabilisiert. Durch Wiederholung lernt das Kind diese Bewegungsabläufe allein durchzuführen und für seine alltäglichen Bedürfnisse zu nutzen. Die „Orofaziale-Regulationstherapie“ wird angewendet bei Kindern und Erwachsenen mit sensomotorischen Störungen im Bereich des Gesichtes sowie des Mundes und Rachens und ist besonders für die Behandlung von Saug-, Schluck-, Kau- und Sprechstörungen geeignet. Der Anwendungsbereich ist sehr breit gefächert, ausgehend von Kindern mit Lippen-Kiefer- Gaumenspalten, Trisomie 21 bis hin zu anderen kongenitalen Pathologien mit mundmotorischen Störungen. Die Behandlung dient der Vorbereitung der Muskulatur für die Funktionen des Essens, Trinkens und Sprechens.

Therapie nach Zollinger Das Zollinger-Therapiekonzept ermöglicht innerhalb einer spielerisch gestalteten Untersuchungssituation sowohl Fähigkeiten als auch Schwierigkeiten des Kindes zu erfassen, zu beurteilen und zu interpretieren. Aufbauend auf dieser Diagnostik bietet das Konzept den Rahmen, im gemeinsamen Spiel gezielte therapeutische Unterstützung zu geben. Damit soll zu einem frühen Zeitpunkt in der Entwicklung des Kindes der Weg zu einer erleichterten Sprach- und Kommunikationsentwicklung geebnet werden.

Unterstützte Kommunikation “Auch wer nicht reden kann, hat viel zu sagen” – dieses Motto der Aktion Mensch ist für unsere logopädische Arbeit mit nichtsprechenden mehrfachbehinderten Kindern und Erwachsenen von großer Bedeutung. Wir gehen davon aus, dass Menschen, die die Lautsprache aufgrund der Schwere ihrer Behinderung nicht erwerben können oder über diese nicht mehr verfügen können, bestmöglich mit alternativen Kommunikationsmöglichkeiten versorgt werden sollten. Hier arbeiten wir mit -individuell für den Patienten erstellten Kommunikationstafeln - und Büchern -Tagebüchern -Sprachausgabegeräte verschiedener Komplexität -Gebärdenunterstützter Kommunikation

Sprachentwicklungsstörungen Vergleichen wir unsere Kinder mit jungen Bäumen, die mit ihren gesunden Wurzeln festen Halt finden wollen, durch sprachförderndes Verhalten der Eltern und Bezugspersonen Nahrung erhalten und durch Zuneigung, Akzeptanz, Liebe und Wärme bekommen, dann erhalten sie die Möglichkeit, „sprach-stark“ zu werden. Ihre Stämme, Äste und Zweige können wachsen, der Baum kann blühen. Was aber Stamm, Äste und Zweige ausmachen, sind: -Motorik, Wahrnehmung, -Artikulation, -Wortschatz, -Grammatik, -Redefluß, -Stimme. Eine schlappe Zunge weiß sich dann stark zu machen, ein gelispeltes s wird dann gestochen scharf, und der Futs ist doch lieber der Fuchs. Ein Pferd hat dann nicht mehr vier Beiner, der kleine Junge findet endlich die Wörter für die Dinge, die ihn beschäftigen. Eine Stimme wird wieder klar, das Sprechen hat keine Stolpersteine mehr oder einfach schon viel weniger, und das Sprechen macht auch noch Spaß. So möchten wir professionelle Hilfe geben!

Selektiver Mutismus Als Mutismus (lat.mutus=stumm) wird die Sprechhemmung oder das Schweigen nach vollzogener Sprachentwicklung bei vorliegender Sprach- und Sprechfähigkeit bezeichnet. In der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) wird der selektive Mutismus unter den so genannten Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit und Jugend gefasst. Damit wird betont, dass betroffene Kinder vor allem in ihrem sozialen Verhaltensweisen beeinträchtigt sind und sie nicht altersentsprechend am sozialen Leben ihrer Umwelt teilnehmen können. Das Schweigen steht zwar als Hauptsymptom im Vordergrund, begleitende Problematiken sind jedoch zu erwarten. Symptomatik: Kinder sprechen meistens im näheren Familienkreis. Häufig ist schon eine Kontaktaufnahme mit den Großeltern schwer. Kinder sprechen nicht mit Fremden und nicht mit Vertrauten vor Fremden. Kommunikationsstörung betrifft oftmals das gesamte Ausdrucksverhalten: starre Körperhaltung und Mimik; Körper abgewandt vom Gesprächspartner; Blick ist gesenkt; Lachen, Weinen, Husten tonlos; passive Beteiligung am Gruppengeschehen Kein Kind schweigt, weil es dies will! Schweigen ist nicht ein Ausdruck von Trotz oder Protest, auch wenn dies in einigen Fällen so wirkt. Kinder haben grundsätzlich den Wunsch, mit allen sprechen zu können. Sie leiden unter ihrem Schweigen und sind bei Nichtbehandlung langfristig beeinträchtigt. Ursachen: Es kann nicht von der einen Ursache ausgegangen werden sondern es wirken verschiedene Faktoren zusammen, die gemeinsam schließlich zum Mutismus führen. Grundlegende Risiken für die Ausbildung des Schweigens werden vererbt. Studien zeigen, dass gehäuft auch andere Familienmitglieder von extremer Schüchternheit oder sozialen Ängsten betroffen sind oder waren. Familiäres Lernumfeld: in Familien betroffener Kinder lassen sich häufig eine allgemeine Zurückhaltung, deutliche Unsicherheiten im Gespräch mit anderen sowie Sprechscheu beobachten. Auch leben einige sozial isoliert und mit reduzierten Außenkontakten. Kinder nehmen so die Welt außerhalb des häuslichen Umfelds als fremd und bedrohlich wahr. Kinder mit Migrationshintergrund und Mehrsprachigkeit haben ein höheres Risiko zur Ausprägung eines selektiven Mutismus. Sprachauffällige Kinder, vor allem im Bereich der Produktion. Spricht ein Kind unverständlich, erlebt es häufig Misserfolge in sozialen Interaktionen-es wird nicht verstanden. Bei schüchternen und unsicheren Kindern kann dies dazu führen, dass sie die Motivation und den Mut zum Sprechen verlieren. In der Folge nutzen die Kinder soziale Situationen seltener bis gar nicht zum Üben sprachlicher Fähigkeiten, so dass die sprachliche Entwicklung zurückbleibt. Einschneidende Lebensereignisse: nur in wenigen Fällen können traumatische Ereignisse (Gewalterfahrung, schwere Unfälle) als Auslöser ausgemacht werden. Häufiger sind es Umzüge, Schulwechsel, Scheidungen oder lange Krankenhausaufenthalte. www.selektiver-mutismus.de www.spa.tu-dortmut.de

Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) Im Rahmen einer Sprachentwicklungsstörung können manche Kinder eine LRS entwickeln. Häufig sind Fähigkeiten wie grammatisches Regelwissen, phonologisches Bewusstsein, auditive Differenzierung, Lautanalyse und -synthese, Artikulation und auch das Sprachverständnis beeinträchtigt. Diese Fähigkeiten wirken sich auf den Erwerb der Schriftsprache aus. In der logopädischen Therapie können diese Bereiche diagnostiziert und behandelt werden.

Mund

Myofunktionelle Störungen Eine myofunktionelle Störung im Gesichtsbereich ist eine Störung des Zusammenspiels von Kraft und Koordination der Zungen-, Lippen- und Gesichtsmuskulatur. Die Folge können Artikulationsstörungen sowie Zahn- und Kieferfehlstellungen sein. Mögliche Symptome: · Lispeln · Offener Mund/ kein Lippenschluss · Mundatmung · Keine physiologische Zungenruhelage · Zungenvorstoß beim Schlucken (infantiles Schluckmuster)

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